Warum lehnen Banken Kreditanfragen ab

Warum lehnen Banken Kreditanfragen ab

Geldinstitute berechnen für jede Kreditanfrage die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles. Erweckt ein potentieller Kreditnehmer den Anschein, dass er den Kredit nicht begleichen wird, lehnen Banken den Kreditantrag ab. Die meisten Ablehnungen haben die folgenden Gründe:

1. Schufa-Einträge

Die Schufa speichert Daten darüber, wie Kunden in der Vergangenheit Darlehen und andere vertragliche Verpflichtungen beglichen haben. Auch Privatinsolvenzen und Titel werden hier vermerkt. Auf dieser Grundlage berechnet die Schufa die Ausfallwahrscheinlichkeit, die sie in einem Score-Wert zwischen 1 und 100 darstellt. Ist der Score zu niedrig, bedeutet dies für Kreditgeber, dass es ein Risiko wäre, dem Kunden einen Kredit zu gewähren, da dieser bereits in der Vergangenheit seinen Verpflichtungen nicht nachkommen konnte oder wollte.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, vor dem ersten Kreditantrag eine Selbstauskunft bei der Schufa zu beantragen. Die Schufa ist auf die Mitarbeiter der Vertragspartner angewiesen und Tests weisen darauf hin, dass nicht immer alle gespeicherten Daten aktuell, vollständig und richtig sind.

Schufa-Einträge verfallen allerdings nach einigen Jahren. Es kann also sinnvoll sein, mit der erneuten Kreditaufnahme zu warten, bis die Einträge nicht länger relevant sind. Hat sich die finanzielle Situation innerhalb der letzten Monate deutlich verbessert, kann auch ein schufafreier Kredit aus dem Ausland eine geeignete Alternative sein, da ausländische Kreditgeber nicht mit der Schufa zusammenarbeiten und hier nur die aktuelle finanzielle Lage relevant ist. Ein regelmäßiges Einkommen, das die Pfändungsgrenze überschreitet und aus einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis stammt, ist hier in der Regel ausreichend, um einen Kredit zu erhalten – vorausgesetzt, es müssen keine anderen Darlehen bedient werden. Allerdings werden solche Kredite nur selten in größeren Summen vergeben.

Bei einer Grenze von 5.000 Euro ist bei vielen Kreditgebern bereits Schluss. Um eine Immobilie oder andere größere Anschaffungen zu finanzieren, sind eher schufafreie Fremdwährungsdarlehen geeignet. Diese sind jedoch aufgrund der Wechselkursschwankungen höchstspekulativ und eigenen sich ausschließlich für erfahrene oder gut beratene Anleger, die mit Devisenhandel bereits Erfahrungen gemacht haben und die Risiken kennen.

2. Nicht genug Einkommen

Auch wenn sich Kreditnehmer in einem geregelten Beschäftigungsverhältnis befinden, kann es sein, dass ihr Einkommen nicht ausreicht, um einen Kredit zu finanzieren. Dies gilt vor allem dann, wenn sich das Gehalt das pfändbare Einkommen nicht übersteigt. Selbst wenn die Lebenshaltungskosten es erlauben würden, das Darlehen abzuzahlen, ist es den Banken dann nicht möglich, den Betrag bei ausbleibenden Zahlungen zu pfänden. Derzeit liegt die Grenze des pfändbaren Einkommens für Alleinstehende bei rund 1.000 Euro. Verdient ein Kreditnehmer weniger, hat der Geldgeber keine Möglichkeit, das Geld von ihm zu erhalten, solange dieser sein Einkommen nicht steigern kann. Die Banken können sich also nur darauf verlassen, dass der Kreditnehmer die Raten freiwillig begleicht, was für sie mit einem hohen Risiko verknüpft ist.

In solchen Fällen ist es leider vollkommen gleichgültig, ob der Kreditnehmer über eine tadellose Schufa-Auskunft verfügt und sich in der Vergangenheit tadellos verhalten hat. Einen Kredit zu erhalten, ist dann fast unmöglich und auch schufafreie Kredite sind hier keine Alternative, da auch sie auf den Einkommensverhältnissen des Kreditnehmers basieren.

3. Bonität reicht nicht aus

Wer bereits ein oder mehrere Darlehen aufgenommen und Probleme hat, diese zu begleichen, erhält in der Regel keinen weiteren Kredit. Auch Freunde und Verwandte sind in diesen Fällen nur selten bereit selbst Geld zu verleihen oder als Bürge aufzutreten. Auch schufafreie Darlehen sind hier keine Alternative. Wer einen Kredit ohne Schufa im Ausland beantragen möchte, muss den Anbieter über sämtliche laufende Verpflichtungen informieren. Stellt der Kreditgeber fest, dass es dem Kunden kaum möglich sein wird, alle Darlehen zu begleichen, wird er ihm auch keinen neuen Kredit gewähren.

Eine Ausnahme können allerdings Kredite sein, die speziell zum Zweck der Umschuldung aufgenommen werden. Da hier keine neuen Schulden aufgenommen, sondern die Konditionen zur Rückzahlung verbessert werden, erlauben hier viele Anbieter auch dann die Aufnahme eines Kredites, wenn die Bonität des Schuldners nicht ausreichen würde.

Wer keinen Kredit erhält und seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann, findet die Lösung nur in den seltensten Fällen in einem weiteren Darlehen. Dies würde nur dazu führen, dass der Kreditnehmer tiefer in die Schuldenfalle gerät. Die einzige Lösung, die in solchen Fällen tatsächlich erfolgsversprechend ist, ist der Weg zur Schuldnerberatung. Sie hilft dem Betroffenen dabei, mit seinen Gläubigern Zahlungsmodalitäten auszuhandeln, die der Schuldner erfüllen kann.

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